Obama wird Präsident der Vereinigten Staaten
Erstellt von admin am 6. November 2008
US-Präsidentschaftswahl entschieden
Obama schreibt Geschichte
Die US-Präsidentschaftswahl 2008 ist entschieden. Laut Hochrechnungen hat sich der demokratische Kandidat Barack Obama 338 Wahlmännerstimmen gesichert - und damit die notwendige 270er-Marke überschritten. Sein republikanischer Konkurrent John McCain kommt derzeit auf 157 Wahlmännerstimmen. Mehrere Bundesstaaten werden noch ausgezählt.
McCain gratulierte seinem Konkurrenten kurz nachdem das Ergebnis feststand: “Das amerikanische Volk hat gesprochen.” Er habe Obama telefonisch gratuliert. “Das Versagen liegt auf meiner Seite”, sagte McCain. Auch Amtsinhaber George W. Bush gratulierte Obama.
Mit klarem Vorsprung gewinnt der Demokrat Barack Obama die Präsidentschaftswahl in den USA. Obamas Konkurrent, der Republikaner John McCain, gratuliert dem Senator aus Illinois zu dessen Sieg. Obama wird am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen.
Ein historischer Tag in den USA: Barack Obama wird der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe. Der 47-Jährige gewann die Wahl mit eindeutigem Vorsprung. Obamas Triumph wurde zudem vollständig durch den Sieg seiner Demokratischen Partei bei der gleichzeitigen Kongresswahl. In seiner ersten Rede schwor der Wahlsieger vor mehr als 100.000 Menschen in seiner Heimatstadt Chicago: “Change has come to America” (Der Wandel ist in Amerika angekommen). Entscheidend für den Wahlerfolg waren Siege Obamas in den Schlüsselstaaten Florida, Ohio, Pennsylvania und Virginia. Der Kandidat der Demokraten sicherte sich zunächst die erwarteten Siege im Nordosten, einer traditionell liberalen Region, und im Mittleren Westen der USA. McCain war vor allem im konservativen Süden der USA erfolgreich. Er gewann wie erwartet in Staaten wie Utah, Arkansas, Kansas, Kentucky und Tennessee.
Die Zeit seiner Präsidentschaft beginne mit immensen Herausforderungen, sagte Obama und nannte “zwei Kriege, ein Planet in höchster Gefahr, die schwerste Finanzkrise in einem Jahrhundert”. Jetzt sei die Zeit, mit der Arbeit zu beginnen. Er wolle auch Präsident derjenigen Amerikaner sein, die ihn nicht gewählt hätten.
Der republikanische Kandidat John McCain gratulierte Obama zu seinem Wahlsieg. “Das amerikanische Volk hat gesprochen”, sagte der 72-Jährige vor enttäuschten Anhängern in Arizona. Er hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, sagte McCain.
Zusammen mit dem designierten Vizepräsidenten Joe Biden wird Obama am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen. Dann endet auch die achtjährige Regierungszeit des Republikaners George W. Bush.
Obama gewann in mindestens 27 US-Staaten und sammelte so 338 Wahlmännerstimmen - für den Sieg war eine Mehrheit von 270 der 538 Stimmen erforderlich. McCain konnte Obama in mindestens 18 Staaten bezwingen, was mit 144 Wahlmännerstimmen aber für den von ihm erhofften Umschwung in letzter Minute nicht ausreichte. Knapper fiel das landesweite Stimmenverhältnis aus - hier erreichte Obama einen Anteil von 51 Prozent, McCain folgte mit 48 Prozent dicht dahinter.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Obama. In einem Schreiben gratulierte sie ihm am Mittwochmorgen zu seinem “historischen Sieg” bei der Präsidentschaftswahl und lud ihn zu einem Besuch nach Deutschland ein.
“Die Welt steht zu Beginn Ihrer Amtszeit vor bedeutenden Herausforderungen”, schrieb Merkel. “Ich bin überzeugt, dass wir in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa den neuartigen Gefahren und Risiken entschlossen begegnen und die vielfältigen Chancen, die sich in unserer globalen Welt eröffnen, gut nutzen werden.” Die Bundesregierung sei sich der Bedeutung und des Wertes der transatlantischen Partnerschaft für eine gemeinsame Zukunft bewusst.
Vermutlich haben noch nie so viele Amerikaner an einer Präsidentschaftswahl teilgenommen wie diesmal. Allein in Virginia schätzten die Behörden die Wahlbeteiligung am Dienstag auf 75 Prozent. Von den 213 Millionen Wahlberechtigten haben sich 187 Millionen für die Wahl registrieren lassen.
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